Besichtigung bei der Gepa in Wuppertal – Fair handeln ist im Trend

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Im vergangenen Jahr feierte die Belecker Eine-Welt-Gruppe ihr 30-jähriges Bestehen und ihr Hauptlieferant die Gepa, die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt mbH in Wuppertal, hatte in ihre Verkaufsräume eingeladen. Gern nahmen sie die Einladung an und am vergangenen Freitag fuhren 17 Mitglieder des gemeinnützigen Vereins im Rahmen einer Bildungsfahrt dort hin. 

 

Einige Mitglieder, besonders die Gründer des Verein kennen die Gepa schon seit über 30 Jahren, aber der Betrieb war nicht wiederzuerkennen. Eine große Verkaufshalle mit Präsentationsraum erwartete die Belecker und ein mehrere hundert Quadratmeter großes Hochregallager schloss sich an.

Im Schulungsraum erklärte Gepa-Mitarbeiter Denis Gay die Firmenstruktur und ging auf alle Fragen ein. Dabei erwähnte er, dass die Kaffeesteuer auf fair gehandeltem Kaffee in Zukunft wegfallen solle. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Kabinett Merkel möchte einen solchen Gesetzentwurf vorstellen. Immerhin fallen pro Kilogramm Kaffee, Steuern in Höhe von 2,19 Euro an, mehr als die Erzeuger in Afrika oder Lateinamerika für ihre Arbeit bekommen. Dass können nicht sein, meinte Gay und hofft auf eine Änderung. 

Die Gepa arbeitet schon seit vielen Jahren mit Misereor, Brot für die Welt, Kindermissionswerk und dem Bund der katholischen Jugend BDKJ sehr eng zusammen. Sie ist eine „World Fair Trade Organisation“, arbeitet mit Herstellern und Firmen in der gesamten Welt zusammen die nur fair erzeugte Produkte herstellen oder vertreiben. Fair gehandelte Waren sind auch zu 80 Prozent Bio-Erzeugnisse und diese werden mit entsprechenden Siegeln gekennzeichnet. 

Fair handeln ist im Trend, auch bei Aldi, Lidl und Co“, berichtete Gay. Diese Produkte seien auch mit entsprechenden Siegeln gekennzeichnet und oft günstiger als in den Eine-Welt-Läden. Der Preis sei immer gleich, aber dann sei bei den großen Konzernen der Gewinn eben etwas geringer, berichtete er weiter. 

Der facettenreiche Kontinent Afrika möchte sich in der Welt mit seinen hochwertigen Produkten weiter in den Focus stellen und vertreibt unter dem Begriff „Taste Fair Africa“. Besonders Kaffee und Kakao wird über Gepa in Deutschland vertrieben. Dazu gehört auch Schokolade mit einem Kakaogehalt von 95 Prozent. Dies ist nur möglich, weil auf Sao Tome, einer kleinen Insel vor Gabun im Atlantik, ideale Wachstumsbedingungen herrschen. 

Nach dem einstündigen Blick hinter die Kulissen der Firma Gepa, die mit 165 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 70 Millionen Euro erwirtschaftet, hatten die Mitglieder der Eine-Welt-Gruppe noch Zeit zum Einkauf. Nach Kaffee und Kuchen in einem Lokal in der Wuppertaler Innenstadt war der Bildungsausflug 2018 beendet. (msp)

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