Innen ist es eindrucksvoll schön, von aussen ein Teil des Ensembles Stütings-Mühle.

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Kirchlicher Segen für den kleinen Speicher während der heutigen Sturmtagsfeier!!
Nach 956 Tagen mit 2400 Stunden ehrenamtlichen Arbeitsstunden haben die beiden Gruppen der Belecker Nachtwächterzunft und der Sturmtagskanoniere den kleinen Speicher an Stütings-Mühle zu einem sehenswerten Fachwerkgebäude hergerichtet. Rechnet man die Projektarbeit von Marc Schenuit dazu sind es noch einige Monate mehr. Durch die ehrenamtliche Bereitschaft, federführend mit Franz-Josef Schiermeister und Adalbert Friederizi, hat das Stütingsche Gelände nur gewonnen. Es lädt zum Verweilen ein, hier sollen in Zukunft auch die Stadtführungen mit den Nachtwächtern starten. 

 Adalbert Friederizi und Franz-Josef Schiermeister melden: Das Fachwerkhaus ist fertig! 

Betritt der Besucher dieses kleine zweistöckige Fachwerkhaus vermag er gar nicht erahnen wieviel Arbeit hier investiert wurde. Schon beim ersten Schritt riecht es sehr angenehm, die Lehmwände erzeugen ein sehr wohltuendes Raumklima.

Lehm an den Aussenwänden war natürlich eine Vorgabe des Denkmalschutzes, genauso wie die über 2100 alten Backsteine, die wiederverwendet wurden. „Jetzt ist es ein schönes angenehmes Wohngefühl“, betont Schiermeister. 

 

Eine Kopie der Grundsteinurkunde, das Original ist im Fundament des Kleinen Speichers eingelassen. 

Im Erdgeschoss präsentieren sich beide Gruppen mit Bildern, die Hymne der europäischen Nachtwächter- und Türmerzunft, Erinnerungen an Treffen mit vielen anderen Gleichgesinnten, Handböller und Kanonen. Sogar eine Urkunde der Nachtwächter vom 7. April 1838, über ein Vergehen einer ihrer Vorgänger ist dokumentiert. Puppen mit den Trachten runden die kleine Ausstellung ab. Auch die Grundsteinurkunde des neuen kleinen Speichers ist nachzulesen, das Gedicht „Main Bäilke“von J. Gauseweg gehört ebenso dazu wie alte Wappen und ein original Löschwassereimer, wie er in früheren Zeiten in jedes Haus gehörte, sind zu bestaunen. Eine enge eichene Holztreppe führt ins Obergeschoss. Auf dem Wandvorbau ein Nachtwächter, eine Erinnerung der Nachtwächter von Markdorf und ein kleines Nachtwächter-Räuchermännchen begrüßt jeden Besucher. Hier haben sich die Gruppen einen kleinen Konferenzraum eingerichtet. Ein schwerer Eichentisch aus dem Haus Welschenbeck und eine wuchtige Sitzbank mit passender Bestuhlung laden zu Gesprächen und Diskussionen ein. Eine alte Holzleiter, ehemals ein Teil einer dreiteiligen Steckleiter des Belecker Löschzuges, mit der Aufschrift „FFB LF16“ ist unter der Holzdecke befestigt und läßt sich mit einem kleinen Handgriff zum Besteigen des Dachbodens herunternehmen. 

 Die linke Seite im Erdgeschoss ist für die Belecker Nachtwächter reserviert...

...rechts stellen die Sturmtagskanoniere aus. 

Der kleine Speicher ist nicht nur im Innern für die kirchliche Einweihung am Sturmtag hergerichtet, auch aussen sind alle Arbeiten abgeschlossen. Eine moderne Bodenbeleuchtung läßt das schmucke Fachwerkhaus, genauso wie das Ensemble von Stütings-Mühle, in LED-Licht erstrahlen. Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus hat auch einen Anbau, genauso wie das alte Gebäude, nur dieser steht nicht unter Denkmalschutz. Hier haben die Handwerker einen kleinen Sanitärbereich mit Toilette und Handwaschbecken installiert. 

 Der Kleine Speicher am Tag vor der Kirchlichen Einweihung und Übergabe an die Belecker Bürger. 

Ein Besonderheit hat Adalbert Friederizi noch zum Sturmtag in der Hinterhand. Er wird ein Goldenes Buch präsentieren und Gastredner Eckhard Uhlenberg, Präsident der NRW Stiftung, Landtagspräsident a.D und Staatsminister a.D. wird sich als erster dort eintragen. Danach kann sich jeder Besucher im Goldenen Buch verewigen. 

Diese Arbeit habe sich auf jeden Fall gelohnt, betonen die beiden „Bauleiter“ Franz-Josef Schiermeister und Adalbert Friederizi. Doch sie haben es nicht allein gemacht, viele Helfer der Nachtwächter und Sturmtagskanoniere haben sehr viel Engagement in dieses Gebäude investiert und es hat sich allemal gelohnt. Sie hätten niemals gedacht, dass dieser kleine Speicher so ein schmuckes Gebäude wird. Diese Leistung mit soviel ehrenamtlichen Engagement ist wohl einzigartig. Das Fachwerkhaus am Mühlengraben hat jetzt auch eine postalische Anschrift: Wilkestraße 1d.

Text und Fotos: Michael Sprenger

 

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